Monat: November 2018

  • Naturstein Boden restaurieren

    Auch wenn es nicht all zu oft vorkommt, doch ab und an ist es notwendig, dass man seinen Naturstein Boden restaurieren muss. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Boden starke Verschmutzung oder Beschädigungen aufweist, welche sich durch die richtigen Reinigungsmittel nicht mehr beseitigen oder beheben lassen. Doch welche Art von Boden im Allgemeinen und welcher Naturstein Boden im Speziellen lässt sich eigentlich restaurieren?

    Diese Böden können restauriert werden

    Terrazzo Naturstein Boden restaurieren
    Terrazzo Naturstein Boden restaurieren

    Je nach Art des Bodens kommt eine Restaurierung in Frage oder eben nicht. Laminat kann man eigentlich nicht restaurieren, teilweise rentiert sich dieses aus wirtschaftlichen Gründen schon nicht. Parkett, deutlich teurer in der Anschaffung und auch schwieriger zu verlegen, kann je nach Schadensfall restauriert werden. Gleiches gilt für PVC oder Linoleum.

    Eine Restaurierung von Böden kommt vor allem bei Natursteinböden wie Marmorböden, Granitböden und Bodenfliesen aus Terrazzo ist eine Restaurierung möglich. Doch auch bei VIA Platten und bei Fliesen besteht die Möglichkeit diese zu restaurieren. Fliesen, Granit und Marmor sind Ihnen sicherlich ein Begriff, doch weniger bekannt sind die beiden letztgenannten in dieser Reihenfolge- VIA Platten und Terazzo.

    Bei VIA Platten handelt es sich um ganz spezielle und sehr exklusive Zementmosaikplatten, welche zu einem Quadratmeterpreis von ca. 80€ erhältlich sind. Diese ergeben zusammengesetzt ein großes Mosaikmuster, das je nach Modelltyp z.B. die typischen Merkmale des Jugendstils beinhaltet und mit vielen Blumenornamenten und entsprechenden Randfliesen ausgestattet ist.

    Terrazzo restaurieren

    Terrazzoboden Nahaufnahme
    Terrazzoboden im Detail

    Bei Terrazzo handelt es sich im ursprünglichen Sinne um eine Mischung aus Zement, Bindemittel und Zuschlagsstoffen wie Granitkörner oder Kalksteinkörner, welche mit Wasser vermischt direkt wie ein Art Estrich auf den Boden aufgetragen wird.

    Vom Fliesenleger wird dieser Typ von Terrazzo auch als Ortterrazzo bezeichnet, da er direkt vor Ort also im Haus hergestellt wird.

    In heutiger Zeit kann man auch Terrazzo Bodenplatten kaufen. Dieser weist , welche ebenso die für den Terrazzoboden typische Körnung wird. Dieser wird jedoch wie Fliesen verlegt. Bei Terrazzoplatten gibt es unterschiedliche Terrazzo Dekore.

    Die bekanntesten dürften dabei die Terrazzodekore Linda, Stela und Diana sein, welche es meist in den Abmessungen 30*30*3 cm zu kaufen gibt. Für den Quadratmeter Terrazzoplatten sollten Sie dabei mit einem Preis von ca. 30-40 Euro rechnen.

    So funktioniert die Restauration von Steinböden

    Die Restauration von Steinböden im Allgemeinen und das Marmor restaurieren im Speziellen besteht aus den Komponenten Schleifen, Polieren und Versiegeln. Durch ein patentiertes Reinigungsschleifverfahren ohne oder mit Zugabe von Chemikalien beseitigt der Profi die ersten Verunreinigungen und Kratzer im Marmorboden.

    Aufgepasst, wenn sie nur einzelne kleine Flecken auf dem Marmor haben, dann rentiert sich eine großflächige Restaurierung des Bodens nicht. In diesem Fall kauft man sich sogenannte Naturstein Fleckenentferner, welche es für unterschiedliche Flecken gibt. Diese Fleckenenferner gibt es für stark färbende Flecken wie  Rotweinflecken oder Blaubeerflecken bis hin zu Urin und Co.

    Im nächsten Schritt gilt es nun den Marmorboden weiter zu schleifen, hier spricht der Natursteinprofi von Schleifen auf mittlerer Stufe. Nach diesem Gang, im Gesamten besteht die Restaurierung von Steinböden aus 7 Gängen, folgt der Feinschliff, der zugleich auch der letzte Schleifgang der Restaurierung darstellt. Hier trifft man die Vorbereitungen für den schlussendlichen Hochglanz.

    Anschließend erfolgt die Aufbereitung des Marmorbodens in Form der Kristallisation. Nach dieser Phase, auch als Kristallisation bezeichnet, erfolgt nun die letzte Stufe in Form der Reinigung. Hier wird eine Natursteinseife aufgetragen, welche nicht nur den Natursteinboden pflegt, sondern auch den Bodenglanz verbessern soll.

  • Solnhofener Lithografiestein: So funktioniert das Druckverfahren

    Der Solnhofener Lithografiestein ist eine bestimme Form der Solnhofener Platten, der auch als Solnhofener Kalkstein bekannt ist. Der Solnhofener Lithografiestein ist ein Naturwerkstein. Abbauort ist die fränkischen Alb in Bayern, das Altmühltal.

    Das Gestein ist in der Zeit des Oberjura durch schichtweise Ablagerungen in stark gesalzenem Wasser entstanden. Der hohe Salzgehalt verhindert dabei die Verwesung von Tieren und Pflanzen. Dies ist auch der Grund warum viele Solnhofener Platten Fossilien enthalten.

    Geschichte des Solnhofener Lithografiesteins

    Bevor man den Solnhofener Lithografiestein zum Druck verwendete, wurde der Plattenkalk als Baumaterial verwendet. Das Material wurde unter anderem in der Hagia Sophia in Konstantinopel (heutiges Istanbul) verbaut.

    Ab 1798, als Alois Senefelder die Lithografie erfand, verwendete man Platten aus Solnhofener Kalkstein für diesen Zweck. Senefelder, der hauptsächlich als Theaterschriftsteller tätig war, entwickelte das Steindruck Verfahren, da er keinen Verlag für den Druck seines Manuskripts fand.

    Um es preisgünstig und einfach zu vervielfältigen, erfand er aus Not das Lithografieverfahren. Damit war es erstmals möglich, größere Auflagen von farbigen Drucksachen anzufertigen. Nachdem Senefelder zunächst Kehlheimer Platten verwendete, nutzte er später den Solnhofener Lithografiestein, um ihn in seinem neu entwickelten Flachdruckverfahren einzusetzen.

    Dabei gilt der Plattenkalk weltweit als das beste Material für Lithografien, weil es durch seine gleichmäßige Körnung, extreme Härte und einmalige Dichte hervorragend zum Drucken geeignet ist.

    Für was verwendet man den Solnhofener Lithografiestein?

    Seit dem späten 18. Jahrhundert ist das Material bei der Erstellung von Lithografien sehr beliebt. Der Plattenkalk lässt sich hervorragend einsetzen, um Flächen mit Bildern, Schrift und Noten zu bedrucken. Um eine Lithografie anzufertigen, wird die Zeichnung zuerst mit fetthaltigem Zeichenmaterial wie Ölkreide oder Tusche auf die Steinplatte aufgetragen. Anschließend befeuchtet man die Steinplatte mit Wasser.

    Nach der Fixierung des Motivs mit Gummi arabicum bewalzt man die so entstandene Druckvorlage mit Druckfarbe. Dabei bleibt die Farbe nur an den fettigen Stellen haften, während sie an den feuchten Stellen abgestoßen wird. Anschließend kann man Papier, Leinwand oder Holz mit dem Lithografiestein bedrucken. Will man einen farbigen Druck herstellen, so muss man für jede einzelne Farbe eine Druckplatte anfertigen.

    Der Solnhofener Lithografiestein in der Gegenwart

    Das kommerzielle Flachdruckverfahren (Steindruck) wurde im Laufe der Zeit durch den effizienteren Offsetdruck ersetzt. Jedoch findet der Solnhofener Lithografiestein noch heute in der Kunst Anwendung. Dabei gilt der Plattenkalk weltweit als das beste Material für Lithografien, weil es durch seine gleichmäßige Körnung, extreme Härte und einmalige Dichte hervorragend zum Drucken geeignet ist. Mit dem Lithografieverfahren lassen sich die aufgetragenen Zeichnungen in hoher Detailtreue wiedergeben.  Vielleicht auch interessant für Sie ist die Frage: Was passt zu Solnhofener Platten Dieser Frage haben wir einen eigenen Artikel gewidmet. Viel Spaß beim Lesen!

  • Wie wähle ich die richtige Größe von Solnhofener Platten aus?

    Von einem Naturstein wird erwartet, dass er in unterschiedlichen Formaten, Größen und mit verschiedenen Oberflächen erhältlich ist. Solnhofener Platten erfüllen nicht nur diese Erwartung nach Vielfalt, sondern sie bieten im Hinblick auf die Raumgestaltung gleichzeitig Flexibilität und Freiheit. Doch vor dem Kauf sollten sie „Ihre“ richtige Größe von Solnhofener Platten auswählen.

    Werden die einzelnen Stärken, Größen und Oberflächen miteinander kombiniert, stehen dem Verbraucher mehr als 300 unterschiedliche Platten-Varianten zur Auswahl.

    Sie möchten sich über die verschiedenen Größen und Formate von Solnhofener Platten erkundigen? Dann haben wir hier die passenden Informationen für Sie bereitgestellt.

    Tipp: Wenn Sie Ersatzplatten für eine Renovierung bestellen, achten Sie darauf die richtigen Platten zu bestellen. Am besten Sie gehen die untenstehenden 5 Punkte durch.

    Solnhofener Platten: So finden Sie den passenden Naturstein!

    Um herauszufinden, welche Variante für Sie am idealsten geeignet ist, müssen Sie im Vorfeld einige Entscheidungen treffen:

    1. Die Kanten der Solnhofener: handbekantet, geschnitten oder Polygonal?

    Zunächst ist entscheidend, welche Kanten es sein sollen. Anschließend können sie aus vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten wählen. Der Solnhofener Naturstein steht in 3 unterschiedlichen Grundformen zur Verfügung:

    1.1. Solnhofener Platten mit gesägten Kanten

    Sie sind der Klassiker und mit Abstand am weitesten verbreitet: Solnhofener Platten mit geschnittenen Kanten. Bei dieser Variante stehen Ihnen auch die meisten Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung. Sie sind in den unterschiedlichsten Formaten erhältlich und können vielerlei Oberflächen aufweisen.

    1.2. Handbekantete Solnhofener Platten

    Handbekantete Solnhofener Platten werden in mühevoller Handarbeit im Steinbruch von den sogenannten „Zwickern“ hergestellt. Trotz des erhöhten Arbeitsaufwandes sind ist diese Variante deutlich günstiger, als Formatplatten mit geschnittenen Kanten.

    Die ungleichmäßigen Kanten dieser Modelle – die nur mit naturrauher Oberfläche erhältlich sind – lassen den Raum rustikaler und oft auch gemütlicher wirken.

    1.3. Polygonalplatten (unbearbeitet)

    Polygonalplatten sind die günstigste Variante. Der Naturstein wird unbearbeitet direkt aus dem Steinbruch verlegt und sorgt für eine sehr angenehme, mediterrane Atmosphäre.

    2. Das Solnhofener Format

    Nachdem Sie sich für eine der oben stehenden Kanten entschieden haben, stehen Ihnen nun weitere Auswahlmöglichkeiten im Bezug auf das Format der Solnhofener Platten zur Verfügung. Bei den geschnittenen Platten können Sie aus den folgenden Formaten wählen:

    2.1. Quadratische Formate

    Solnhofener Platten quadratische Größe
    Solnhofener Platten quadratische Größe

    Im Gesamten stehen Ihnen zehn verschiedene quadratische Plattenformate zur Verfügung: 15×15 / 20×20 / 25×25 / 27,5×27,5 / 30×30 / 35×35 / 40×40 / 45×45 / 50×50 und 60×60.

    2.2. Rechteckige Formate

    Rechteckige Fliesenformate sind hingegen ausschließlich in den drei Formaten 15×30, 20×30 und 20×40 erhältlich.

    2.3. Solnhofener Bahnen-Formate

    Solnhofener Platten-Bahnen besitzen eine einheitlefwiche Breite bei unterschiedlicher Länge. Die beiden Begriffe freie Bahnen und Bahnenverband kommen diesbezüglich häufiger vor. Entscheiden Sie sich für freien Bahnen, erhalten Sie Ihre Natursteinplatten in der gleichen Breite, jedoch mit unterschiedlichen Längen.

    Hier sind 5 verschiedene Breite erhältlich (15 cm, 20 cm, 25 cm, 30 cm, 35 cm). Beim Bahnenverband bekommen Sie unterschiedliche Bahnenbreiten, unterteilt in 3, 4 und 5 Formate , die Sie nacheinander verlegen müssen.

    Haben Sie sich für hanbekantete Formatplatten entschieden, stehen Ihnen quadratische und rechteckige Formate zur Verfügung, sowie auch Bahnen. Desweiteren können Sie sich auch für ein sechs- oder achteckiges Solnhofener Platten-Format entscheiden.

    3. Die Größe der Solnhofener Platten

    Wenn Sie ausgewählt haben, welches Format für Sie infrage kommt, geht es nun darum, aus den erhältlichen Plattengrößen das Passende zu wählen.

    4. Die Plattenstärke

    Solnhofener Platten sind auch in verschiedenen Stärken erhältlich. Es geht nun darum, zu entscheiden, ob es eine kalibrierte Stärke (einheitliche Plattenstärke) sein soll oder ob die Platten auch eine natürliche Stärke aufweisen dürfen.

    Bei der Naturstärke finden Sie die Platten in den Stärkebereich von z.B. 7-9 mm. Dies bedeutet in dem Fall, dass eine der Platten eine Stärke von 7 mm aufweisen kann, während eine andere Fließe 9 mm stark ist.

    5. Die Solnhofener Oberfläche

    Solnhofener poliert
    Solnhofener poliert

    Insgesamt stehen 4 verschiedene Naturstein-Oberflächen zur Auswahl: Angeschliffen, feingeschliffen, bruchrau und gebürstet. Je nachdem, welche Oberfläche bei Ihnen zum Einsatz kommen soll, können die Solnhofener Platten innerhalb des Raumes eine entsprechend unterschiedliche Wirkung entfalten. Naturrauhe Oberflächen wirken sehr rustikal, während feingeschliffene Oberflächen dem Raum durch die glänzende Oberfläche eine edle Atmosphäre verleihen.