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Solnhofener Lithografiestein: So funktioniert das Druckverfahren

Der Solnhofener Lithografiestein ist eine bestimme Form der Solnhofener Platten, der auch als Solnhofener Kalkstein bekannt ist. Der Solnhofener Lithografiestein ist ein Naturwerkstein, der in der Fränkischen Alb in Bayern abgebaut wird.

Das Gestein ist in der Zeit des Oberjura durch schichtweise Ablagerungen in stark gesalzenem Wasser entstanden. Tiere und Pflanzen, die durch den hohen Salzgehalt an der Verwesung gehindert wurden, bleiben oft als Details im Lithografiestein enthalten.

Geschichte des Solnhofener Lithografiesteins

Bevor der Solnhofener Lithografiestein zum Druck verwendet wurde, wurde der Plattenkalk als Baumaterial verwendet. Das Material wurde unter anderem in der Hagia Sophia in Konstantinopel (heutiges Istanbul) verbaut.

Ab 1798, als Alois Senefelder die Lithografie erfand, wurden Platten aus Solnhofener Kalkstein für diesen Zweck verwendet. Senefelder, der hauptsächlich als Theaterschriftsteller tätig war, entwickelte das Verfahren, da er keinen Verlag für den Druck seines Manuskripts fand.

Um es preisgünstig und einfach zu vervielfältigen, erfand er aus Not das Lithografieverfahren. Damit war es erstmals möglich, größere Auflagen von farbigen Drucksachen anzufertigen. Nachdem Senefelder zunächst Kehlheimer Platten verwendete, nutzte er später den Solnhofener Lithografiestein, um ihn in seinem neu entwickelten Flachdruckverfahren einzusetzen.

Zwar wurde das kommerzielle Flachdruckverfahren im Laufe der Zeit durch den effizienteren Offsetdruck ersetzt, jedoch findet der Solnhofener Lithografiestein noch heute in der Kunst Anwendung. Dabei gilt der Plattenkalk weltweit als das beste Material für Lithografien, weil es durch seine gleichmäßige Körnung, extreme Härte und einmalige Dichte hervorragend zum Drucken geeignet ist.

Für was wird der Solnhofener Lithografiestein verwendet?

Seit dem späten 18. Jahrhundert ist das Material bei der Erstellung von Lithografien sehr beliebt. Der Plattenkalk lässt sich hervorragend einsetzen, um Flächen mit Bildern, Schrift und Noten zu bedrucken. Um eine Lithografie anzufertigen, wird die Zeichnung zuerst mit fetthaltigem Zeichenmaterial wie Ölkreide oder Tusche auf die Steinplatte aufgetragen. Anschließend wird die Steinplatte mit Wasser befeuchtet.

Nach der Fixierung des Motivs mit Gummi arabicum wird die so entstandene Druckvorlage mit Druckfarbe bewalzt. Dabei bleibt die Farbe nur an den fettigen Stellen haften, während sie an den feuchten Stellen abgestoßen wird. Anschließend können Papier, Leinwand oder Holz mit dem Lithografiestein bedruckt werden. Soll ein farbiger Druck hergestellt werden, muss für jede einzelne Farbe eine Druckplatte angefertigt werden.

Der Solnhofener Lithografiestein in der Gegenwart

Zwar wurde das kommerzielle Flachdruckverfahren im Laufe der Zeit durch den effizienteren Offsetdruck ersetzt, jedoch findet der Solnhofener Lithografiestein noch heute in der Kunst Anwendung. Dabei gilt der Plattenkalk weltweit als das beste Material für Lithografien, weil es durch seine gleichmäßige Körnung, extreme Härte und einmalige Dichte hervorragend zum Drucken geeignet ist. Mit dem Lithografieverfahren lassen sich die aufgetragenen Zeichnungen in hoher Detailtreue wiedergeben.

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